Haus am Kastanienahin
Die Parzelle liegt südlich eines alten steinernen Dorfkerns, eingebettet in einen ebenen Weinberg, der heute von locker gesetzten Einfamilienhäusern geprägt ist. Das Haus versteht sich als eingeschossiger Pavillon im Grünen: ein kompaktes Holzvolumen, das auskragend auf einem Betonsockel ruht. In Anlehnung an den Verlauf der Quartierstrasse öffnet sich das Haus nach Norden und bildet rückseitig einen intimen Hofraum, begrenzt von einem kleinen Kastanienhain. Das Projekt antwortet auf den Wunsch eines pensionierten Paares nach einem einfachen, energiesparenden und kostengünstigen Rückzugsort in der Natur. Die Räume sind in einem linearen Körper organisiert: die Schlafzimmer an den Enden, der Wohnraum in der Mitte, erweitert durch eine Veranda mit grossen Schiebefenstern. Ein einziges hohes Fenster öffnet sich im Wohnraum nach Süden und rahmt den Blick auf Berge und Himmel. Die leichte Geländeneigung bleibt durch den Betonsockel erhalten, der das Haus leicht anhebt und so die Landschaft unter dem Bau weiterfliessen lässt. Die Konstruktion besteht aus vorfabriziertem Holzrahmenbau auf einem Stahlbetonsockel. Die Fassade aus vertikalen Lärchenleisten aus wiederverwendeten rohen Brettern verleiht dem Haus einen recycelten, lebendigen Charakter. Die Innenräume sind vollständig mit Tannenholz ausgekleidet. Das Haus ist MINERGIE-zertifiziert und energetisch autunom, verfügt über einen Holzofen, kontrollierte Lüftung und eine Photovoltaikanlage.










