Kindergarten – ein Dach für die Kinder

Der neue Kindergarten San Giorgio definiert mit einem grossen Dach – einer horizontalen Platte – die südliche Begrenzung einer rechteckigen Terrassierung. Er liegt zwischen Primarschule, Waldgebiet mit Biotop und Mittelschule und hält den nördlichen Bereich als freien Bezugsraum offen. Zwischen Primarschule und Neubau wurde die ehemalige Strasse in einen gemeinsamen Schulplatz verwandelt. Die vier Sektionen sind auf einer einzigen Ebene unter dem grossen Dach angeordnet und stehen in engem Bezug zum Aussenraum nach Norden und Süden. Nach Osten und Westen begrenzen Stahlbetonwände den Baukörper; zugleich teilen sie die Anlage in zwei Einheiten mit je zwei Sektionen. Jede Einheit besitzt in ihrer Mitte einen verglasten Patio mit elliptischer Öffnung zum Himmel. Um diesen Lichthof gruppieren sich spiegelbildlich zwei Sektionen, die sich einen Bewegungsraum teilen. Der Patio mit seinem Garten wird so zu Lichtquelle, Orientierungspunkt und räumlichem Gelenk. Jede Sektion ist als offener Raum organisiert, in dem funktionale Bereiche allein durch 1,50 Meter hohe Möbelwände gegliedert werden. Das konstruktive System besteht aus einem Sockel aus Stahlbeton und einem grossen Holzdach aus dicht gereihten Balken. Getragen wird es von vier Längsachsen: in der Mitte von zwei bogenförmigen Betonwänden, seitlich von geschichteten Holzbalkenstrukturen, die Nischen zu den gedeckten Aussenräumen bilden. Quer dazu spannen die dicht gesetzten Holzbalken, welche die Dachstruktur formen.

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