Strasse durch Wald und Feld
Eine Strasse in die Landschaft einzufügen bedeutet, einen Dialog zwischen technischer Infrastruktur und topografischem Raum herzustellen. Die Strasse mit all ihren Kunstbauten muss der Topografie folgen, während die Wechselwirkung zwischen Landschaft und möglichst geradliniger Trassierung sorgfältig ausbalanciert werden muss. Strasse und Ingenieurbauten besitzen eine eigene innere Logik, die architektonisch lesbar gemacht werden soll. Das Prinzip der Landschaft und jenes der Konstruktion verlangen nach Eigenständigkeit – klar voneinander unterschieden, aber aufeinander abgestimmt. Böschungen, Stützmauern, Brücken, Unterführungen, Portale und Galerien werden als zusammenhängende Folge von Elementen verstanden, als Kontinuum mit einheitlicher Sprache. Landschaft und Bauwerk sollen ruhig und selbstverständlich nebeneinander bestehen können. Dabei wird klar zwischen begrünten Flächen – natürlichen wie künstlich modellierten – und den eigentlichen Bauwerken unterschieden. Die eingesetzten Mittel bleiben bewusst reduziert. Entscheidend ist die sorgfältige Optimierung der horizontalen und vertikalen Linienführung, sodass die daraus entstehenden Bauwerke ihrer Funktion entsprechend und zugleich harmonisch gestaltet werden können. Die gesamte Strecke wird durch eine geometrische Formensprache und eine einheitliche Materialisierung geprägt: Beton als einziges Baumaterial. Geländeveränderungen werden mit grosser Zurückhaltung vorgenommen; punktuell entstehen begrünte Aufschüttungen als geometrische Flächen, die sich deutlich vom natürlichen Terrain abheben. Die geometrische Sprache nach dem Prinzip „polygonal – diagonal“ eröffnet vielfältige Möglichkeiten, Ingenieurbauten sowohl an statische als auch an landschaftliche Bedingungen anzupassen.


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