Umbau eines bäuerlichen Hauses
Der Kern des alten Hauses mit seinen Fresken stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Restaurierungsprojekt umfasst die strukturelle Neuordnung, die Wiederherstellung der ursprünglichen Bauvolumen und den Neubau des Dachs: Ein schlankes, tragendes Gewölbe aus Stahlbeton spannt sich über das Hauptvolumen und ruht auf den historischen Mauern. Über dem später hinzugefügten Laubenkörper setzt sich eine horizontale Decke fort. Die zuvor zugemauerte Loggia wurde im Obergeschoss wieder geöffnet. Die vier Pfeiler und die drei entsprechenden Öffnungen der Loggia wurden rekonstruiert und schaffen einen offenen, lichten Raum mit grosszügiger Verglasung. Durch die neue Dachstruktur wird das Hauptvolumen von inneren Traggliedern befreit. In den hohen, zusammenhängenden Raum wird im Norden ein kompakter Einbau mit Zimmer und Nebenräumen eingefügt; darüber liegen zwei kleine Schlafräume. Im Süden befindet sich der Wohnbereich. In Anlehnung an die ursprüngliche Erschliessungslogik, bei der der Zugang ausserhalb des eigentlichen Wohnvolumens lag, wurde entlang der Nordfassade eine neue Aussentreppe als eigenständiges Element vorgesehen. Die Fassaden werden mit grösstmöglichem Respekt für den Bestand repariert und gereinigt; nur dort, wo dies nicht mehr möglich ist, ergänzt ein partieller mineralischer Verputz die stark beschädigten Bereiche. Mit A. Galfetti


