Ein Raum mit schwebendem Bett

Das alte Maiensäss, das nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wird, wird in einen bewohnbaren Raum verwandelt. Die bestehenden Steinmauern und ihre Öffnungen bleiben unangetastet, der Innenraum bewahrt seine ursprüngliche Einheit. Ein neues Dach, um 30 Zentimeter gegenüber dem früheren angehoben und von der bestehenden Mauerkrone gelöst, zieht sich über die gesamte Länge des Gebäudes. So entsteht ein horizontaler Licht- und Sichtspalt zwischen altem Mauerwerk und neuer Dachkonstruktion – ein umlaufendes Fenster, das den Blick zu den Berggipfeln öffnet und dem Raum etwas schenkt, was ihm zuvor fehlte: Licht. Das Dach selbst ist ein gefaltetes Tragwerk aus zwei verbundenen Platten, die durch einen Zugstab stabilisiert werden. Es übernimmt zugleich die statische Funktion und die Wärmedämmung. Das Bett ist an der Dachstruktur aufgehängt, sodass der Raum ungeteilt bleibt und allein durch die vier alten Steinmauern und das darüberliegende Holzdach definiert wird.

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